Die Geschichte der Prärie und Badlands - Bilder von Reisezielen aufgenommen von Monika, Wibke und Gepko Cipa

Reisen der Fam. Cipa
Direkt zum Seiteninhalt

Die Geschichte der Prärie und Badlands

USA > BAD LANDS SD

Die Badlands in der Prärie South Dakotas
Eine unserer Reisen führte uns in die BADLANDS der USA. Sie liegen im Westen des Präriegürtels fast am Ostrand der Rocky Mountains. In North und besonders South Dakota sind sie sehr ausgeprägt. Hier ist das Grasland durch Erosionskräfte mehr oder weniger tief und breit von Gewässern zerschnitten worden und das nackte Gestein tritt zu Tage. Außer Gräsern und speziellen Kräutern gibt es keine anderen Pflanzen. Die Niederschläge sind für Bäume und die meisten Sträucher zu gering. Lediglich in Senken und entlang von Gewässern finden sich die wenigen Sträucher und Bäume. Das Klima kann als semiarid bezeichnet werden. Die Sommer sind sehr heiß und die Winter sehr kalt. Während der Winter wehen häufig eiskalte Winde aus Richtung Norden. Sie bringen Schnee und damit auch die Feuchtigkeit.
Die Sommer sind sehr trocken - abgesehen von sehr heftigen lokalen Gewittern.
Im Sommer kam es häufiger zu ausgedehnten Bränden, die die Gräser gut überstanden, da der größte Teil von ihnen in Form der Wurzeln im Boden steckt.
Früher zogen Huftieren in sehr großen Herden über die Prärien. Heute findet man diese nur noch in den Schutzgebieten (wie zum Beispiel im Custer State Park). Hier leben große Herden von Wildeseln, Bisons und Pronghorns. Letztere sehen aus wie Antilopen, sind aber keine. Grabende Tiere, wie die Präriehunde, lockern den Boden auf und sorgen so dafür, dass die Feuchtigkeit gut eindringen kann. Hier sind die Tiere auch relativ sicher vor Verfolgern und überleben auch Präriefeuer. Die Präriehunde spielen in der Ökologie der Prärie eine immens wichtige Rolle, Dies hat sich leider weder bei den Ranchern noch bei den Bundesbehörden herumgesprochen. Inzwischen werden die Tiere wieder massiv mit Gift bekämpft und das 2006!
Entstanden sind diese Prärien als vor 40 bis 64 Millionen Jahren diesich auftürmenden Rocky Mountains (auch Black Hills und Bighorn Mountains) die feuchten Winde vom Pazifik aufhielten. Die Wälder verschwanden und die Grasländer breiteten sich aus. Ursprünglich bedeckten diese Prärien von den Appalachen bis zu den Rockies und von Alberta bis Texas ein Drittel des Kontinents.
Lediglich entlang der Flüsse und einiger Feuchtgebiete gab es ausgedehnte Wälder.
Riesige Herden von Pflanzenfressern durchzogen diese Landschaft.

Die Badlands befinden sich genau im Bereich der so genannten mixed grass prarie. Das heißt, dies ist der Übergangsbereich zwischen der shortgrass prarie im Westen und er tallgrass prarie im Osten. In den Badlands gibt es 56 verschiedene Grasarten, die ihre Hauptwachstumsphase früh im Jahr und im Spätsommer bis Herbst haben, dann, wenn es genügend Feuchtigkeit gibt.
Die ersten Personen, die dieses Gebiet bereisten, glaubten, dass hier keine Landwirtschaft zu betreiben wäre. Zu lebensfeindlich, der Boden unfruchtbar, um irgendwelche Ernten zu erzielen. So glaubte man!  Diese Region wurde auch als "Great American Desert" bezeichnet. Viele Personen glauben dies noch heute, obgleich dieses Ökosystem eines der produktivsten in Nordamerika ist.
Außer Gras wachsen sehr viele verschiedene Kräuter neben ausgesprochenen Wüstenpflanzen (Sukkulenten), aber auch gelegentlich Bäume. Sie alle versorgen eine Vielzahl verschiedenster Organismen mit Nahrung, Raum zur Aufzucht von Jungen und vieles mehr.
Innerhalb einer Präriehundstadt haben Forscher 134 verschiedene Wirbeltierarten gefunden, die in einer engen Beziehung zu den Präriehunden und der Prärie stehen.
Die organische Masse der im Boden lebenden Mikroorganismen entspricht der Masse der Vegetation.
Wie schon oben gesagt, haben das Klima - besonders die extremen Temperaturgegensätze, lang anhaltende Trockenperioden, starke Winde, immer wieder auftretende Präriefeuer, Insekten, die Ernten vernichteten, dazu geführt, dass diese Region erst sehr spät besiedelt wurde.
Heute allerdings muss man die letzten Reste der Prärie schützen, weil sonst alles verloren ist. Dies gilt besonders für die tallgrass prairie. Hier ist der Boden inzwischen vollständig von Mais und Sojabohnen bedeckt. Eine Prärie sucht man hier vergeblich. Der Übergangsbereich zur shortgrass prairie ist inzwischen zum "wheat belt", dem Weizengürtel geworden. Das hatte natürlich zu Folge, dass fast nichts mehr von der ursprünglichen Landschaft zu finden ist, außer in ein paar recht kleinen Parks.
Dort wo es keine künstliche Bewässerung gibt, hat die Viehzucht im Bereich der shortgrass prairie die natürliche Vegetation vollständig zerstört. Aber in den Badlands kann man dies alles noch sehen.
Die Bilder aus dem Jahr 1983 folgen auf der Seite Bad Lands 1983



Zurück zum Seiteninhalt